News

Die letzten Wochen war es etwas ruhig auf dem Blog, nun folgen ein paar kurze News, welche wir Großteils schon in sozialen Netzwerken geteilt haben:

  • Bei der Landtagswahl kam die AfD im Kreis Soest leider auf 6,93 % (NRW: 7,4 %) der Zweitstimmen. Die NPD verlor quasi alle Stimmen, sie plakatierte nicht mal in Soest. Auf ihrer Facebook-Seite beklagt die AfD eine angebliche Zerstörung von 95% ihrer Wahlplakate.
  • Ende Mai wurden zwei Brüder aus Möhnesee wegen Volksverhetzung verurteilt, in dem Artikel heißt es:
    Möhnesee – Mit Nazi-Parolen haben zwei Brüder ausländische Kioskbesitzer am Möhnesee beleidigt. Nun wurden sie vor Gericht verurteilt.

    Die Migranten betreiben am Möhnesee einen Kiosk. Die Angeklagten schilderten, dass die Ex-Verlobte des jüngeren Bruders wohl mit einem der jungen Männer in Streit geraten war. „Er wollte sie anfassen, sie kam weinend nach Haus“, so der Ältere. Daraufhin zogen die beiden Arbeitslosen zum Kiosk. Hier bedrohten und beleidigten sie die dunkelhäutigen Männer. Man reckte zweimal den rechten Arm und rief „Sieg Heil“ und sagte „So was hätte Adolf früher in die Gaskammern geschickt.“

    Die Bedrängten machten geistesgegenwärtig ein Video, das vor Gericht verwendet wurde. „Die Äußerungen sind ganz klar auf dem Video zu hören und Sie zu erkennen“, konfrontierte der Richter die Angeklagten mit ihrer Tat. „Dann werde ich das wohl gewesen sein. Da ist mein Arm hochgeflogen. Ja gut, ich war besoffen und es tut mir Leid“, so der ältere Bruder.

    Weil beide Brüder seit vielen Jahren kriminell auffällig sind und der eine in zehn, der andere in elf Fällen wegen mehrerer Delikte – darunter Betrug und Bedrohung – vorbestraft sind, wurde der jüngere Bruder zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung, der ältere zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit liegt bei drei Jahren. In diesem Zeitraum dürfen sich die Brüder nichts zu Schulden kommen lassen. Außerdem müssen sie 100 Sozialstunden ableisten.

    „Die Geständnisse waren nicht so ernst gemeint, die Angeklagten zeigen keine echte Reue und haben die Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten verharmlost“, so der Staatsanwalt.

  • Am 17.06.2017 haben in Westtönnen laut dem Soester Anzeiger mehrere Jugendliche randaliert und Hitlergrüße gezeigt. 4 der Jugendlichen kamen aus Werl, 3 aus Dortmund.
  • In etwa zeitgleich wurden an der Ense-Passage u.a. Hakenkreuze gesprüht

Zum Schluss noch eine schöne Meldung: Im Sommer findet im Rheinland ein Antifa-Camp statt, Informationen gibt’s hier:

Langes Wochenende: Hamm – Bochum – Essen – Dortmund

Das lange Wochenende rund um den 1. Mai bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen:

Es beginnt am Samstag den 29.April 2017 um 14.00 Uhr am Hauptbahnhof/Willy-Brandt Platz in Hamm (Westf.). In Hamm findet eine Kundgebung unter dem Motto „Keine Neonazi-Räume im Kentroperweg!“ statt. Im Kentroperweg planen Neonazis ein Konzert mit einem NSU-Unterstützer und Gästen aus dem Umfeld der verbotenen Organisation „Blood & Honour“. Hier findet ihr eine umfangreiche Recherche der Antifa Hamm.

Am 30. April um 19.00 Uhr findet dann eine „revolutionäre Vorabenddemo“ in Bochum statt.

Am 01. Mai hat man im Ruhrgebiet dann gleich das Vergnügen mit zwei Naziaufmärschen. Um 11 Uhr will die NPD in Essen demonstrieren, um 14 Uhr „Die Rechte“ in Dortmund.

(Update) 08. April: AfD im Rathaus

Wie aus einem Bericht des Soester Anzeiger hervorgeht, plant der Soester Kreisverband der Alternative für Deutschland am Samstag, den 08. April eine Wahlkampfveranstaltung im Soester Rathaus mit Frauke Petry & Marcus Pretzell. Laut der Intetnetseite der Soester AfD soll die Veranstaltung um 19:00 Uhr beginnen, der Einlass aber schon um 18:00 Uhr.

Das Bündnis gegen Rassismus hat unter dem Motto „Soest stellt sich Quer“ eine Kundgebung am Rathaus um 17:00 Uhr angemeldet.

Hammer Neonazis randalieren in Lippstadt

Nach Ausschreitungen am 18.02 bei einem Fußballspiel des Hammer SpVg gegen den SV Lippstadt 08, steht nach Recherchen der Antifaschistischen Aktion Hamm fest, dass Neonazis aus Hamm und Dortmund maßgeblich beteiligt waren. Die Antifa Hamm stellte zudem heraus, dass in dem Verein schon viel zu lange rechtes Gedankengut geduldet – scheinbar sogar gedeckt – wird.

Die Recherche der Antifa Hamm findet ihr hier: aah.noblogs.org.

Auf Grund dieser Recherche erschien im Westfälischen Anzeiger ein umfangreicher Artikel, der Fan-Beauftragte trat mittlerweile zurück.

Reflexionen der Antifa Westfalen

Im folgenden Dokumentieren wir die Refelxion der Antifa Westfalen [Web, Twitter] über Aktionen & Demonstrationen im letzten Jahr:

Im letzten Jahr gab es eine besorgniserregende rechte Entwicklung in Deutschland. Ein immer weiter abgeschafftes Asylrecht, hunderte gewaltsame Angriffe auf Unterkünfte, Pogromartige Ausschreitungen in zahlreichen sächsischen Kleinstädten und der Einzug der AfD in mehrere Landtage sind nur einige Beispiele dieses erschreckenden Trends.
Wir wollen uns in unserem kritischen Text jedoch auf die rechte Mobilisierung auf der Straße und die Arbeit dagegen konzentrieren. 2016 hatte eine extrem hohe Dichte an rechten Demos, Kundgebungen und Veranstaltungen. Leider haben wir bei vielen davon die Gegenaktionen als frustrierend und teils erfolglos erlebt. Deshalb sehen wir es als enorm wichtig an eine Auswertung vorzunehmen um Strategien an aktuelle Entwicklungen anzupassen.

Wir setzen unseren Fokus dabei natürlich auf Westfalen, denken aber, dass eine solche Debatte auch überregional relevant ist. Diese Analyse hat nicht den Anspruch allgemein gültig zu sein, sondern soll als Beitrag in einem (hoffentlich) zu führenden Diskurs angesehen werden. Darüber hinaus möchten wir nicht die Inhalte der jeweilgen rechten Gruppierungen/ Vertreter*innen in den Fokus nehmen, sondern möchten uns auf die Art und Weise der Durchführung der Demonstration/ Kundgebung oder Veranstaltung beschränken. [weiterlesen]



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