Archiv für Februar 2009

NPD Saalveranstaltung in Hamm verhindert

21.02.09
Gescheiterte NPD Saalveranstaltung in Hamm

Am letzten Samstag wollte sich die neofaschistische NPD zu einer relativ großen Saalveranstaltung in Hamm treffen. Es wurde mit 50-60 Nazis gerechnet. Zum Glück kam es hierzu nicht!
Aufgrund des öffentlich wirksamen Einwirkens auf die Besitzerin der Kneipe, in welcher das Nazispektakel stattfinden sollte, sagte diese kurzzeitig ab, wodurch die NPD ihre Veranstaltung absagen musste.
Trotz alledem tauchten 5 Nasen auf; unter ihnen Sasha Krolzig von der Kameradschaft Hamm. Diese kamen gemeinsam in einem Van mit dem markanten Nummernschild
XX – GD – 39, stehend für Großdeutschland in den Grenzen von 1939.

Etwas verloren standen sie dann vor der Räumlichkeit, in der die Saalveranstaltung stattfinden sollte herum.

In der gleichen Straße hatten sich ebenfalls um die 30 AntifaschistInnen eingefunden und zeigten den 5 Neonazis, was sie von ihnen hielten.
Kundgebung

Insgesamt kann also von einem erfolgreichen Tag für Hamm gesprochen werden:
Die Saalveranstaltung konnte nicht stattfinden und die 5 Nazis wirkten doch etwas in der Unterzahl gegenüber der Antifakundgebung.

Thomas Schulz Gedenkdemonstration

Thomas-Schulz-Gedenkdemo am 28.03. in Dortmund

Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk
Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen
Neonazi Sven Kahlin von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in
einer belebten U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf
verstarb. Bei der diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an
das Opfer des Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen
diejenigen zu verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und
es immer noch versuchen. Zum anderen müssen die immer stärker werdende
Neonaziszene und ihre vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen
und alternative Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und
der Öffentlichkeit mit einer großen und entschlossenen Demonstration
verdeutlichen, dass wir den Mord an Thomas Schulz nicht vergessen haben
und verstärkt gegen die lokale Neonaziszene vorgehen werden.

Hier
der ganze Aufuf!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
28.03.2009 / 15:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und deutsche Verhältnisse!

Rückblick: Dresden am 14.04.09

Rückblick: Dresden 14. Februar 09



Diesen Samstag fand wie die Jahre zuvor ein großer Naziaufmarsch in Dresden, anlässlich der sich jährenden Bombardierung von Dresden statt. Die Geschichte und Ursache – Wirkung, werden hier von den Nazis vertauscht. Aus den deutschen Tätern werden Opfer gemacht und der „allierte Bombenholocaust“ beschworen. Aber nicht nur die Nazis spielen mit der Bombardierung Dresdens. Bis weit in die bürgerliche Mitte herrscht der Gedanke vor, Dresden sei eine unschuldige Stadt gewesen und das Bombardement sinnlos. Entgegen dieser Annahmen war Dresden DIE Nachschublinie zur Ostfront und ein großer Teil der Wehrmacht war in Dresden stationiert. Darüber hinaus handelte es sich bei Dresden um die Stadt mit der größten Quote an NSDAP-Mitgliedern. Von einer unschuldigen Stadt kann also nicht die Rede sein. Völlig unter den Tisch fallen gelassen wird weiter, dass nicht die Allierten den Krieg entfesselt hatten. Es waren die Deutschen die den Krieg gegen ganz Europa begonnen hatten, und besondere im Osten in unverstellbarem Maße im Rahmen eines Vernichtungskriegs gewüstet hatten. Abgesehen davon werden die Opferzahlen die zwischen 15 000 und 25 000 liegen deutlich in die Höhe getrieben.

Parallel zu diesem Naziaufmarsch fand eine Antifa Demonstration statt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte diesen zu verhindern. Der der exekutive Arm des Staates in Form der Polizei sorgte allerdings dafür, dass nicht die geringste Chance bestand. So befanden sich, was die Nazidemonstration anging, lediglich einige Polizisten vor und hinter der Demo. Ansonsten wurde der Naziaufmarsch kaum bedrängt.

Dem entgegen stand das Polizeiaufgebot, das die Antifademo „begleitete“.

Unter den Polizeieinheiten, welche die Antifademo „betreuten“ waren zum einen die Hunderschaft 21 und 23 ( http://de.anarchopedia.org/Hundertschaft_23 )aus Berlin, die dafür bekannt sind eindeutig politisch motiviert mit äußerster Gewalt gegen alles „Linke“ vorzugehen. Abgesehen von diesen waren es vor allem USK und „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten“ die größtenteils vermummt auf die Antifademonstration angesetzt waren.

Die Berliner Hundertschaften machten bereits am Anfang ihrem Namen alle Ehre, als sie durch Vorkontrollen Menschen die zur Antifademo wollten schikanierten und nach einem kleinen Gedränge mit äußerster Gewalt in die sich noch sammelnde Demo prügelten.

Foto: http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/3280874261/in/set-72157613808832242/

Auch wurden Berliner GenossInnen auf der Hinfahrt ewig aufgehalten, damit diese nicht die Demo erreichen sollten. Diese wartete allerdings bis sie eintrafen. Die Demo selber verlief dann recht kraftvoll wurde aber kurz vor ihrer Schlusskundgebung aufgehalten. Hier begannen nicht gekennzeichnete Polizeieinheiten mit Bambusstöcken in die Demo zu prügeln.

Foto: http://media.de.indymedia.org/images/2009/02/242064.jpg

Es folgten einige Scharmmützel, wobei die Polizei mit äußerster Härte alles an Widerstand niederschlug. Es gab viele Verletzte unter anderem sogar Schnittwunden auf antifaschistischer Seite.

Möglicherweise als Reaktion wurden dann noch einige Polizeiwannen entglast und umgeworfen.

Video: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7891076.stm

So blieb der Tag insgesamt trotz der Entschlossenheit auf Antifaseite nur ein mäßiger Erfolg. Dies vorallem, weil die Nazis nicht ihre komplette Route ablaufen konnten. Aufgrund des eindeutig politisch motivierten Polizeieinsatzes konnte leider nicht mehr erreicht werden.

Einen Ausführlichen Bericht findet ihr unter: http://de.indymedia.org/2009/02/242066.shtml

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