Rückblick: Dresden am 14.04.09

Rückblick: Dresden 14. Februar 09



Diesen Samstag fand wie die Jahre zuvor ein großer Naziaufmarsch in Dresden, anlässlich der sich jährenden Bombardierung von Dresden statt. Die Geschichte und Ursache – Wirkung, werden hier von den Nazis vertauscht. Aus den deutschen Tätern werden Opfer gemacht und der „allierte Bombenholocaust“ beschworen. Aber nicht nur die Nazis spielen mit der Bombardierung Dresdens. Bis weit in die bürgerliche Mitte herrscht der Gedanke vor, Dresden sei eine unschuldige Stadt gewesen und das Bombardement sinnlos. Entgegen dieser Annahmen war Dresden DIE Nachschublinie zur Ostfront und ein großer Teil der Wehrmacht war in Dresden stationiert. Darüber hinaus handelte es sich bei Dresden um die Stadt mit der größten Quote an NSDAP-Mitgliedern. Von einer unschuldigen Stadt kann also nicht die Rede sein. Völlig unter den Tisch fallen gelassen wird weiter, dass nicht die Allierten den Krieg entfesselt hatten. Es waren die Deutschen die den Krieg gegen ganz Europa begonnen hatten, und besondere im Osten in unverstellbarem Maße im Rahmen eines Vernichtungskriegs gewüstet hatten. Abgesehen davon werden die Opferzahlen die zwischen 15 000 und 25 000 liegen deutlich in die Höhe getrieben.

Parallel zu diesem Naziaufmarsch fand eine Antifa Demonstration statt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte diesen zu verhindern. Der der exekutive Arm des Staates in Form der Polizei sorgte allerdings dafür, dass nicht die geringste Chance bestand. So befanden sich, was die Nazidemonstration anging, lediglich einige Polizisten vor und hinter der Demo. Ansonsten wurde der Naziaufmarsch kaum bedrängt.

Dem entgegen stand das Polizeiaufgebot, das die Antifademo „begleitete“.

Unter den Polizeieinheiten, welche die Antifademo „betreuten“ waren zum einen die Hunderschaft 21 und 23 ( http://de.anarchopedia.org/Hundertschaft_23 )aus Berlin, die dafür bekannt sind eindeutig politisch motiviert mit äußerster Gewalt gegen alles „Linke“ vorzugehen. Abgesehen von diesen waren es vor allem USK und „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten“ die größtenteils vermummt auf die Antifademonstration angesetzt waren.

Die Berliner Hundertschaften machten bereits am Anfang ihrem Namen alle Ehre, als sie durch Vorkontrollen Menschen die zur Antifademo wollten schikanierten und nach einem kleinen Gedränge mit äußerster Gewalt in die sich noch sammelnde Demo prügelten.

Foto: http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/3280874261/in/set-72157613808832242/

Auch wurden Berliner GenossInnen auf der Hinfahrt ewig aufgehalten, damit diese nicht die Demo erreichen sollten. Diese wartete allerdings bis sie eintrafen. Die Demo selber verlief dann recht kraftvoll wurde aber kurz vor ihrer Schlusskundgebung aufgehalten. Hier begannen nicht gekennzeichnete Polizeieinheiten mit Bambusstöcken in die Demo zu prügeln.

Foto: http://media.de.indymedia.org/images/2009/02/242064.jpg

Es folgten einige Scharmmützel, wobei die Polizei mit äußerster Härte alles an Widerstand niederschlug. Es gab viele Verletzte unter anderem sogar Schnittwunden auf antifaschistischer Seite.

Möglicherweise als Reaktion wurden dann noch einige Polizeiwannen entglast und umgeworfen.

Video: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7891076.stm

So blieb der Tag insgesamt trotz der Entschlossenheit auf Antifaseite nur ein mäßiger Erfolg. Dies vorallem, weil die Nazis nicht ihre komplette Route ablaufen konnten. Aufgrund des eindeutig politisch motivierten Polizeieinsatzes konnte leider nicht mehr erreicht werden.

Einen Ausführlichen Bericht findet ihr unter: http://de.indymedia.org/2009/02/242066.shtml