Archiv für März 2009

Rock gegen Rechts in Soest

Update:Das Konzert fand wie erwartet statt und ca. 10 AntifaschistInnen verteilten noch einige Exemplare des unten aufgeführten Flyers an Gäste und Interessierte im Bereich um das ehemalige Sonic.

----------------------------------------------------
Rocken ist gut, Aktiv werden besser!

Nazis sind dumm und hässlich. Das weiß jeder, selbst dann wenn dies in der Form gar nicht die Wahrheit abbildet. Wer „gegen Rechts“ rocken will, sollte dies nicht alleine um der Party willen tun, sondern sich auch mit dem tatsächlichen rechten Bedrohungspotential auseinandersetzen. Neonazis und extreme Rechte – seien es rechte Fußballfans, sogenannte „autonome Nationalisten“, Naziskins o.a. – stellen für viele eine körperliche Bedrohung dar. Menschen, die nicht ins irrationale Weltbild der Neonazis passen, werden immer wieder extreme Gewaltorgien entladen, die nicht selten im Mord der Betroffenenen gipfeln können. Zumeist betroffen von diesen Angriffen sind MigrantInnen, Jüdinnen und Juden, Homosexuelle und Linke.

Neben der NPD organisieren sich Neonazis in NRW vor allem in den sogenannten „Freien Kameradschaften“ und als „autonome Nationalisten“ die aufgrund ihrer losen Strukturen für GegnerInnen und Verbote kaum greifbar sind. Sie sehen sich als Teil einer braunen Alternativkultur. Sie treten in der Öffentlichkeit schwarz gekleidet, oft vermummt und gewalttätig auf. Sie versuchen so gezielt Jugendliche anzusprechen. Eine Hochburg ist Dortmund, wo immer wieder versucht wird, Angsträume – sog. „No-Go-Areas“ – zu schaffen. Auch im Kreis Soest gibt es Neonazis, die nicht vor Gewalt- und Straftaten zurückschrecken, doch gerade hier müsste es gelten im Kleinen den Kampf aufzunehmen.

Antifaschistischer Widerstand ist nötig! Neonazis müssen wann immer sie versuchen sich zu etablieren, entschlossen zurückgeschlagen werden. Sei dies in Kneipen, auf der Straße oder im Fußballstadion. Dabei soll Antifaschismus nicht zivilgesellschaftliche Imagepflege des Standortes Deutschland oder Kreis Soest sein, die vordergründig sich auf Symbole und Gesten stürzt, sondern effektiv die Wurzeln des Nazismus ins Visier nehmen. Das heißt auch vor allem Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus zu skandalisieren und zu bekämpfen. Diese beschränken sich nämlich nicht bloß auf die extreme Rechte, sondern durchziehen das gesamte politische Spektrum. Mag der schlagende Neonazi im Individualfall gefährlicher sein, tragen doch vor allem Elemente reaktionärer Ideologien in der gesellschaftlichen „Mitte“ zu einer bedrohlicheren Gesamtsituation bei.

Antifa muss sich nicht bloß Neonazis in den Weg stellen, sondern auch protestieren, wenn gegen AsylbewerberInnen gehetzt wird und Flüchtlinge von Abschiebung bedroht sind. Wenn Antisemiten von der katholischen Kirche rehabilitiert werden oder sich ein ehemaliger Bundeskanzler mit dem Holocaustleugner Ahmadinejad im Iran trifft.

Antifa ist kein Dienstleistungsunternehmen, sondern braucht eure Unterstützung!
Kommt zur Antifa und unterstützt eure lokalen Gruppen! Try a contact!

Gruppen in der Region:
Antifa Soest: „antifa_soest@yahoo.de“ / www.aaso.blogsport.de
Junge Linke Lippstadt: „lijuli@web.de“ / www.junge-linke.tk

Rock gegen Rechts

Spontandemo nach Räumung der Grevener Straße

Nachdem die Grevener Straße 51-55 in Münster gestern am frühen Nachmittag geräumt wurde, und damit auch der linke Laden „Versetzt“ zerstört wurde, äußerte sich die Wut über diesen Angriff auf linke Strukturen in einer Spontandemo am Abend.

Als beachtlichen Erfolg ist es sicher zu werten, dass innerhalb weniger Stunden ca. 150 Menschen für diese Demo mobilisiert werden konnten, und das obwohl es sehr lange dauerte bis die Information, die auf Indymedia stand durch den Grevenerblog bestätigt werden konnte.

Als sich die Menge vor der Grevener 53 gesammelt hatte bildete sich dann recht schnell eine Demoformation heraus und setzte sich in Bewegung. Die Cops rannten daraufhin, begleitet von Parolen wie „Hopp Hopp Hopp, Schweine im Galopp“ zur Spitze des Demozugs und stellten sich diesem in den Weg. Es folgte eine kleine Rangelei und die Polizei schaffte es letztlich die Demospitze abzutrennen und zu kesseln. Die Stimmung war nun schon durch die Räumung und diese weitere Schikane recht angeheizt.

Nach einiger Zeit ging es dann aber weiter, und die Demo entwickelte sich doch recht lautstark und kraftvoll. Es folgte kurz vor Ende eine weitere kleine Schubserei, bei welcher klar wurde, dass die eingesetzten PolizistInnen größtenteils sehr jung waren und anscheinend auch etwas überfordert waren, als der Einsatzleiter diesen in anbetracht der Lage, dass die Demo auf sie zulief, sinngemäß zubrüllte : „ganz ruhig, die machen nichts“.
Kurz danach wurde die Demo aufgelöst.

Fazit: Ein klarer Erfolg ist, dass innerhalb so kurzer Zeit so viele Menschen mobilisiert wurden und eine sehr lautstarke Spontandemo durch die Innenstadt möglich wurde.
Allerdings hätte als Reaktion auf einen solchen Angriff auf linke Strukturen auch mehr passieren können.

Grevener Straße in Münster geräumt

Vor ca. einer Stunde um 14:00 wurde mit der Räumung der besetzten Häuser 51-55 der Grevener Straße in Münster begonnen! Dies ist aus sicherer Quelle bekannt und steht auch bereits auf Indymedia.

Kommt alle heute um 18:00 auf die Spontandemonstration gegen die Räumung!
Startpunkt: Grevener Straße

Neuer Blog

Ab sofort ist dies unser neuer Blog!
Unsere alte Seite bleibt zwar weiterhin online wird aber nicht weiter aktualisiert.
Die weiterleitung antifa-soest.net.ms wird hierhin umgeleitet.
Falls ihr uns verlinkt habt ändert den Link bitte auf aaso.blogsport.de.
Der PGP-Key wird demnächst auch als Datei unter „Kontakt“ zu finden sein, weil es mit der Textversion Probleme gibt durch Zeilenumbrüche etc.

Update: Der PGP-Key ist jetzt unter der Rubrik „Kontakt“ zu finden.