Archiv für März 2011

Aktuelle Entwicklungen: Soest vor und nach der Demo/ Gründung der „Freien Kameradschaft Soest“

Am 12.02.2011 zogen sie durch Soest: Neonazis aus dem Ruhrgebiet, insbesondere „Autonome Nationalisten“ aus dem Bereich Dortmund, Hamm und Unna. Letztere haben den nationalen Marsch unter dem Motto „Multikultur ist Mord und Totschlag – Tim K. Opfer eurer Toleranz“ organisiert, durch Soest. (siehe: soest.blogsport.de)

Beflügelt von dem mäßigen Erfolg, endlich mal wieder marschiert zu sein – welch ein Wunder wenn fast 3 Hundertschaften eine Kleinstadt dicht machen und allein dadurch die Nazis hermetisch von den Einwohnern abgrenzen – versprachen die Nazis auf der Mobilisierungsseite für die Demo: „Soest wird auch weiterhin im Fokus nationalistischer Aktivitäten bleiben, dass können sich die antideutschen Demokraten hinter ihre Ohren schreiben!

Tatsächlich war diese Drohung nicht ganz falsch. Die „20 Jugendlichen aus Soest“ (18 zumeist aus dem ländlichen Umland um genau zu sein), welchen auf der Mobi-Seite für ihren Mut gedankt wurden und der „Soester Redner“, welcher schon unlängst aus dem Stadtgebiet verzogen ist und sich auch vor und nach der Demonstration nicht mehr blicken ließ, blieben tatsächlich nicht ganz untätig.

Bereits am 16.02.2011 wurde eine stümperhafte Internetpräsenz (s. Foto) erstellt, welche keinen nennenswerten Artikel enthält und auch seit dem 16. keine Aktualisierung erfuhr.
Dies ist auch der Grund warum wir bis jetzt nicht darüber berichteten. Die Ausrichtung der Gruppe sollte spätestens nach der Überschrift „Nationale Sozialisten Soest – Damals wie Heute“ klar sein.

Zugleich stiegen allerdings die Aktivitäten der „Freien Kameradschaft Soest“, eine laut der Homepage der „Nationalen Sozialisten Soest“ befreundete Gruppe, welche allerdings personell identisch scheint: 10-12
Leute treffen sich wöchentlich um 19:00 im Schutze des Bahnhofs um sich gemeinsam zu betrinken.

Diese Gruppe, bestehend aus ungepflegten Elendsgestalten mit Glatzen oder NationalistInnen mit schlecht gefärbten Haaren, beschränkt ihre politische Arbeit gänzlich auf das Tragen rechtsextremer Kleidung und dem öffentlichen und überschwänglichen Konsum von Bier. Nachdem sich dann um 21 Uhr die ersten Nazis übergeben haben, verschwindet der Großteil der Gruppe für den Rest der Woche auch wieder in den Dörfern, aus denen sie kamen.

Allerdings wollen wir das Problem nicht bagatellisieren: So tauchten am Wochenende erstmals Sticker der „Freien Kameradschaft Soest“ auf. In diesen bezeichnet sich die „F.K.S“ als „Inländerfreundlich“ (s. Foto), ein schöner Euphemismus für Ausländerfeindlichkeit. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt um den Nazis im Zweifelsfall keinen Spielraum zu lassen. Haltet Augen und Ohren offen!

Kein Fußbreit den Faschisten!


Screenshot3
Weitere Screenshots der Homepage hier und hier.

Gedenk-Demo für Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund

Antifa Demo zum Gedenken an Thomas Schulz am 02.02.2011 in Dortmund
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund!

Nichts ist vergessen und nichts wird vergeben!

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei. […]

Den ganzen Aufruf gibt es bei der Antifa Union Dortmund.

FAQ (Frequently Asked Questions/ Häufig gestellte Fragen)

Da wir öfter ähnliche Fragen gestellt bekommen gibt es ab jetzt eine neue Kategorie mit Antworten auf die häufigsten Fragen.

NPD-Kundgebung am 05.03. in Dortmund

Am kommenden Samstag, den 05.03., hat die NPD eine Kundgebung oberhalb der Katharinentreppen gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs angemeldet. Unter dem Motto „Millionen Fremde kosten uns Milliarden!“ wollen sie erneut rassistische Stimmungsmache betreiben. Bereits letzten Samstag veranstaltete der Dortmunder NPD-Kreisverband eine Kundgebung am Marktplatz in Lütgendortmund, bei der sich 10 Neonazis versammelten und versuchten, gegen die Verlegung der „zentralen kommunalen Unterbringungseinrichtung“ (ZKU) vom Westfalendamm in die Stadtsiedlung Grevendicks Feld in Lütgendortmund, mobil zu machen. […]