Archiv für November 2012

Rückblick

Da die Homepage die letzten Wochen wenig Aktualisierung erfahren hat, folgt nun ein Überblick über vergangene Ereignisse. Aktuelle Informationen erhaltet ihr stets auch über unseren Twitter-Account.

- Sachbeschädigungen in Wickede
Iin der Woche zum 15.10. kam es in Wickede zu mehreren Sachbeschädigungen mit rassistischen Hintergrund. Die Polizeipresse Soest berichtete dazu:

Wickede – Fensterscheiben eingeworfen und Fahrzeuge zerkratzt

15.10.2012 – 14.19 Uhr

Wickede (ots). In Wickede kam es in der letzten Woche zu mehreren Sachbeschädigungen. Zunächst wurden am letzten Dienstag in der Engelhardtstraße zwei Fahrzeuge eines 37-jährigen Wickeders zerkratzt. Die unbekannten Täter ritzten in die Fahrzeuge jeweils das Wort „Sau“ und ein Hakenkreuz. Am Donnerstag wurde bei dem 34-jährigen Bruder des Wickeders in der Kirchstraße gegen 20.30 Uhr eine Fensterscheibe eingeworfen. Eine Zeugin hatte die Polizei angerufen und angegeben, dass ein Jugendlicher (braune Haare, orangefarbener Pullover) nach dem Klirren der Scheibe geflüchtet sei. Am Freitag wurde in der Zeit zwischen 17.00 und 01.30 Uhr im Rissenkamp die Fensterscheibe eines Wohnhauses eingeworfen. Hier zersplitterte die Innenscheibe, die äußere Scheibe blieb ganz. Hinweise auf die Täter oder deren Hintergründe sind nicht bekannt. Bei den geschädigten Brüdern handelt es sich um Deutsche mit türkischen Wurzel, bei dem Hausbesitzer im Rissenkamp um einen Portugiesen.
(Text vom Nachrichtenarchiv hiergeblieben.de)

- Flüchtlingsheim in Wickede-Wimbern
Ferner wurde um den 25.10 bekannt, dass in Wickede-Wimbern ein Flüchtlingsheim errichtet werden soll. Es sollen 500 Flüchtlinge in dem 1000 Einwohner zählenden Ort untergebracht werden. Dies führte zu Kritik aus verschiedenen Gründen u.a. von der Kommunalpolitik Wickedes aber auch vom Integrationsrat, weshalb das Heim nun wackelt. Auf einschlägigen überregionalen Seiten gab es Aussagen wie „Und deswegen kommen nun 500 Asylbewerber, äh Flüchtlinge dazu. Das gibt dann eine kräftige Durchmischung der Eingeborenen (autochthonen Bevölkerung), so wie sie ja von unseren linksgrünen Politikern gefordert wird. Die Schützenhalle wird (leider) zur Moschee umgebaut werden müssen, damit die Flüchtlinge auch ordnungsgemäß ihre “Religion” ausüben können.“ Regional blieb die Kritik darauf bestehen, dass man im vorhinein informiert werden wollte und das Handeln der Bezirksregierung überstürzt sei. Darauf beziehend heißt es in einem Artikel von „Der Westen“: „Christoph Söbbeler von der Bezirksregierung Arnsberg bestätigt die Angaben von Arndt: „Mit einem solchen Widerstand haben wir nicht gerechnet.“ Die Unterbringung weiterer Asylbewerber werde sich nun hinauszögern. Er weist daraufhin, dass eine weitere Asylbewerberwelle zu Engpässen führen könnte. „Diese Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf. Und wir sind in der Pflicht, ihnen zu helfen.“" Verwiesen werden soll auch auf diesen Artikel von „Der Westen“, welcher irrationale Argumente entkräftet.

- Allerheiligenkirmes Soest
Auf der Allerheiligenkirmes in Soest gab es nur einen nennenswerten Vorfall. So kam es zu einer kleineren Konfrontation, nachdem zwei Personen „Diese ganzen Juden-Schwänze sollen im KZ brennen! Scheiß Juden.“ skandierten. Nazis ließen sich nur vereinzelt auf der Kirmes sehen u.a. auch Stefan L.

- Gedenken an die Pogromnacht
Dann fand am 16.10.12 das jährliche Gedenken an die Pogromnacht in Soest statt. Ca. 70 Teilnehmer versammelten sich am Standort der alten Synagoge in der Osthofenstraße und gingen anschließend zum jüdischen Friedhof. Danach gingen die Teilnehmer zum Osthofenfriedhof um den ermordeten Zwangsarbeitern zu Gedenken. Wolfgang Zollitsch von der jüdischen Gemeinde Paderborn wies darauf hin, wie wichtig die Erinnerung ist. Er ergänzte, dass auch heutzutage nationalsozialistisches Gedankengut im Keim erstickt werden müsse. Themen der Sprecher waren, neben dem Gedenken an den Holocaust, auch das Misstrauen in den Verfassungsschutz und die aktuelle Beschneidungsdebatte.

- Hakenkreuze an der Norbertkirche
Wie die Polizeipresse und der Soester Anzeiger berichtete, wurde in Werl die Norbertkirche mit 9 Hakenkreuzen beschmiert. Der Soester Anzeiger berichtet am 20.11 dazu wie folgt:

Norbertkirche mit Hakenkreuzen beschmiert

Werl. Diese Kreuze stießen der Kirchengemeinde bitter auf. Handelte es sich doch um Hakenkreuze – und einige Versuche davon. Neun großflächige Schmierereien haben am Wochenende an der Norbertkirche für Aufsehen gesorgt.

In der Nacht zu Sonntag müssen der oder die Täter aktiv geworden sein. „Fachleute werden das nicht gewesen sein“, sagt Polizeisprecher Frank Meiske. Denn die Symbole seien zum Teil spiegelverkehrt herum auf den Grünsandstein gesprüht worden. Bis über einen Meter groß und von der Unnaer Straße aus gut sichtbar waren die Zeichen, so die Polizei. Dass Spaziergänger oder Autofahrer etwas gesehen haben könnten, darauf hoffen die Beamten. Gegen die Schmierer ist eine Anzeige erstattet worden. Zwei Straftatbestände liegen vor: gemeinschädliche Sachbeschädigung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Pfarrer Klaus Bühnen schaute sich unmittelbar nach der Entdeckung der Zeichen durch den Küster den Schaden an. Sofort leitete die Kirchengemeinde die Entfernung der Symbole ein. Schon am Sonntagmittag kam eine Fachfirma und pinselte Graffiti-Entferner auf den Grünsandstein auf, Montagmorgen dann rückte man der Farbe mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe. Nun sieht man nichts mehr von der Untat. Betroffen zeigte sich Pfarrer Klaus Bühnen auf Anfrage – und er fand ein Wort für die Täter: „Schwachköpfe – so ist es doch.“ Nun hoffe man, „dass das nicht noch mal passiert“. Gerade auf Bruchsteinmauern wie an der Norbertkirche sei die Entfernung von Graffiti nicht einfach. Dass dann auch noch Hakenkreuze als Symbol schrecklicher Nazi-Verbrechen verwendet werden, trifft die Kirchengemeinde besonders. Jedes einzelne Zeichen habe betroffen gemacht, so der Pfarrer. „Dabei ist doch schon eines eins zu viel.“
(Text von hiergeblieben.de)

- Prozess um Kayahan B.
Wie der Soester Anzeiger am 21.11.2012 berichtete wird der Prozess um Kayahan B. erneut aufgerollt. Die Anklage lautet nun, nachdem K. bereits wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt wurde, auf Totschlag. Ob ein neues und härteres Urteil ergeht bleibt abzuwarten. Ebenso ob dies Auswirkung auf einen möglichen zukünftigen Naziaufmarsch haben wird.