Archiv für März 2013

Gedenken in Lippstadt am 30.03

von aktion-gegen-rechts.de

Am Karsamstag erinnern Stadt Lippstadt und Gewerkschaften an jene Arbeiter der Lippstädter Union-Werke, die im Frühjahr 1945 von den Nazis ermordet wurden. Die sechs deutschen „Uniöner“ und sieben französische Zwangsarbeiter waren verhaftet worden, weil die Deutschen ihr Brot mit den Zwangsarbeitern geteilt hatten. Sie wurden in der Nacht auf Karfreitag 1945 erschossen.

Die Gedenkstunde wird gemeinsam von der Stadt Lippstadt, dem DGB Kreisverband Soest, der IG Metall Lippstadt und dem internationalen Rombergpark-Komitee veranstaltet. Nach der Gedenkveranstaltung sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich zu einem Gedankenaustausch in das Büro der IG Metall Verwaltungsstelle Hamm-Lippstadt, Erwitter Str. 34-36, eingeladen.

Im Anschluss an die Lippstädter Gedenkveranstaltung legen Vertreter des DGB Kreisverbandes Soest, des DGB Ortsverbandes Anröchte-Erwitte-Geseke und der Gewerkschaften auf dem Erwitter Friedhof an den Gräbern der in der Hellwegstadt erschossenen sowjetischen Zwangsarbeiter Kränze nieder, um dieser ebenfalls zu gedenken.

Karsamstag 30. März, 11 Uhr am Gedenkstein an der St. Josephkirche, Lippstadt

Demo gegen Rechte Gewalt am 30.03 in Dortmund


von dortmund.blogsport.de

Fünf Menschen wurden seit dem Jahr 2001 in Dortmund von Neonazis ermordet. Zahlreiche schwere Übergriffe auf Migrant_innen und Nazigegner_innen, Anschläge auf Parteibüros und Wohnhäuser haben in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit auf das Dortmunder Naziproblem gelenkt.

Ende August 2012 war es dann so weit. Nach Jahren des Verharmlosens, Wegschauens und Ignorierens hat der staatliche Repressionsapparat zugeschlagen und den “Nationalen Widerstand Dortmund” (NWDO) verboten. Doch wer geglaubt hat, hier fände mehr statt als ein symbolischer Schlag gegen Nazistrukturen, sieht sich getäuscht. In den letzten Monaten haben die Dortmunder Neonazis ihre Struktur unter dem Dach der Partei “Die Rechte” wieder aufgebaut.

Auch über Dortmund hinaus standen im vergangenen Jahr Morde von Neonazis im Fokus der Öffentlichkeit. Seit Ende 2011 die Mordserie des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) aufgedeckt wurde, überschlagen sich Politiker_innen und Beamt_innen mit Lippenbekenntnissen zum Kampf gegen Rechts und der Aufklärung der Mordserie. Die Realität ist freilich eine andere. Akten werden vernichtet, Aussagen vor den Untersuchungsausschüssen verweigert, bei den Expert_innen aus Verfasschungsschutz und Polizei machen sich erstaunliche Gedächtnislücken breit. Der Apparat, der den NSU ermöglicht hat, verwischt seine Spuren vor den Augen der Öffentlichkeit.

Grund genug für uns erneut auf die Straße zu gehen. Am 30.03. wollen wir an Mehmet Kubasik, Thomas “Schmuddel” Schulz und alle anderen Opfer rechter Gewalt erinnern. Sämtliche Infos zur Demonstration findet ihr hier.

Rückblick zum 09.03.2013

Einleiten wollen wir den Artikel mit einem Zitat aus dem Rückblick der Nazis, welches sich zwischen einiger Selbstverherrlichung versteckte: „Nach den Demonstrationen im Februar 2011 wenige Tage nach der schrecklichen Tat des Kayahan B., im Februar 2012 nach dem erstinstanzlichen Urteil und nun im März 2013 nach der Bestätigung des Skandal-Urteils hat die Demonstrations-Serie in Soest nun ihr vorläufiges Ende gefunden.“ [Weiterlesen auf soest.blogsport.de]

„proNRW“ in Wickede am Montag

Wie wir bereits berichteten, will „proNRW“ am Montag um 14 Uhr in Wickede auf der Mendener Straße, in der Nähe einer demnächst entstehenden Asylunterkunft, eine Kundgebung veranstalten. Erfahrungsgemäß bedeutet dies, dass 10 pro´ler mit einem Bus kommen und Flyer verteilen. Um 11 Uhr wollen Sie bereits in Bielefeld eine Kundgebung veranstaltet haben, Informationen finden sich bei Bielefeld-stellt-sich-quer.

In Bielefeld wird es voraussichtlich massive Proteste geben, in Bochum standen am Anfang der Woche z.B. 250 Menschen 35 Rassisten gegenbüber.

Hinsichtlich der Proteste in Wickede sei darauf hingewiesen, dass auf Grund der ungünstigen ländlichen Lage und voraussichtlichem Regenwetter, dort wahrscheinlich „nicht viel gehen wird“. Wen „proNRW“ dort erreichen will ist auch fraglich.

Wer allerdings in der Nähe wohnt und Lust hat „proNRW“ zu zeigen, dass Sie nirgendwo erwünscht sind, ist allerdings wärmstens dazu angehalten auch in Wickede zu protestieren!

Naziaufmarsch in Düsseldorf am Samstag

von http://keinenmeterddorf.blogsport.de
DDnazifrei