Archiv für Juli 2016

Kurzinfo: AfD erneut in Werl

Laut dem BGR Soest sind die Rassisten am 10. & 11. September erneut in Werl um dort ihre Landeswahlversammlung abzuhalten.

Bozkurtlar im Kulturverein

Die Bozkurtlar („Graue Wölfe“) sind eine türkisch-nationalistische und faschistische Vereinigung, welche bekannt für gewalttätige Übergriffe auf Minderheiten in der Türkei – und auch außerhalb – ist. Dabei gehen auch viele politische Morde und Terroranschläge auf ihr Konto (siehe z.B. Wikipedia; Lotta). In vollem Bewusstsein mit wem man spricht, hat der Soester Anzeiger dennoch ein Mitglied dieser Organisation zu den Vorgängen in der Türkei eine Plattform geboten. Aus dem Artikel geht auch hervor, dass Faschisten im türkischen Kulturverein im Grandweg geduldet werden. Es heißt dort u.a.:

Sein Kumpel Harry, der seinen richtigen Namen nicht nennen möchte, vertritt noch schärfere Positionen: „Der Westen, darunter die Medien und Geheimdienste, haben Angst vor einer starken Türkei. Sie streben ein Chaos wie in Syrien an und wollen davon profitieren.“ Harry ist Mitglied der „Grauen Wölfe“, einer rechtsradikalen türkischen Partei und steht Erdogan deswegen kritisch gegenüber. Trotzdem lobt er den Präsidenten: „Erdogan ist ein guter Anführer.

Er ist clever und er hat die Türkei wirtschaftlich gestärkt. Vor seiner Amtszeit hatte die Regierung nicht mal genug Geld, um alle Angestellten zu bezahlen. Heute steht die Türkei sehr gut da.“ Die „Säuberung“ wird unterstützt Überhaupt wirkt es so, dass die Unterstützung Erdogans stark an den wirtschaftlichen Aufschwung geknüpft ist. Viele der teetrinkenden Männer erinnern sich noch an Zeiten in der Türkei, in denen die meisten Haushalte kein fließendes Wasser hatten. Die „Säuberung“ (Erdogan), die momentan in der Türkei stattfindet und in deren Verlauf tausende Menschen ihren Job verloren haben, wird grundsätzlich unterstützt.

Dass der Kulturverein solche Mitglieder duldet ist schon erschreckend, wenn ihnen dann auch noch die Presse – trotz Kenntnis – unkritisch gegenübersteht und so viel Platz einräumt ist dies fatal. Wir sagen: Keine Plattform für Faschisten jedweder Art!

Fest steht natürlich auch: Ebenso wie Erdogans Diktatur, hätte auch ein Putsch durch das Militär keinen emanzipatorischen Fortschritt gebracht.