Wir, die Antifaschistische Aktion Soest, sind ein Zusammenschluss überwiegend junger Menschen aus Soest und dem näheren Umland, welche gemeinsam gegen reaktionäre Tendenzen für eine emanzipierte Welt agieren.

Der Kampf gegen den Aufbau lokaler rechter Strukturen ist hierbei ein wichtiger Bestandteil.
Die menschenverachtende Ideologie jener, die sich als Nazis outen und auch jener die sich hinter dem Style der „Autonomen Nationalen Sozialisten“ verstecken, muss bekämpft werden. Sie sind als Anhänger der Ideologie die die schrecklichsten Verbrechen der Geschichte hervorgebracht hat, zu verstehen und zu bekämpfen; allein schon deshalb weil sie offen an den historischen Nationalsozialismus anknüpfen. Wir wollen nicht den Fehler begehen nur zuzuschauen, wie diese auf die Aufhebung der Zivilisation und einen erneuten Massenmord hinarbeiten. Die ideologischen Väter der heutigen Nazis zeigten bereits in Form der Shoa, dem unvorstellbaren industriellen Massenmord, worauf ihre Ideologie hinausläuft.

Als nötige Konsequenz aus 500 Jahren Antijudaismus und folgendem Antisemitismus, in der schrecklichsten Vollendung in Form von Auschwitz entstand der Staate Israel. Wir lehnen generell jeglichen Staat ab und wünschen uns eine staatenlose Zukunft, doch da die kommunistische Weltrevolution vermutlich noch auf sich warten lässt erfüllt Israel eine notwendige Schutzfunktion für alle vom Antisemismus Verfolgten. Dies erfüllt der Staat Israel nicht nur eben für diese Menschen, sondern auch für Homosexuelle, emanzipierte Frauen und jeglichen Freidenkern des nahen Ostens. Hierbei solidarisiren wir uns nicht dem Staat, welcher wie jeder andere als repressiv und als Hülle kapitalistischer Vergesellschaftung zu verstehen ist, sondern mit dem Schutz den dieser den genannten Menschen bietet.

Abgesehen von offen auftretenden Nazis wollen wir natürlich auch menschenverachtende Poltik sowie revesionistische Tendenzen bekämpfen, die im bürgerlichen Gewand daherkommen. Wenn Eva Herman Frauen zu Gebärmaschinen des biologischen Volkskörpers zurückdgeradieren möchte, ist hier entschieden entgegenzutreten. Auch ein von „kriminellen Ausländern“ schwadronierender Roland Koch ist abzulehnen. Wir wenden uns gegen die rassistische Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland und der EU, die in den letzten Jahren schon für 100 tausende Flüchtlinge den Tod im Mittelmeer bedeutet hat.

Wichtig ist uns ein radikalerer Antifaschismus, als zum Beispiel etablierte Parteien und bürgerliche Bündnisse ihn verstehen, weil der Faschismus ein Produkt der bürgerlichen Gesellschaft ist und diese daher der Kritik bedarf.
Wir kritisieren daher die Blockaden, welche uns fern einer emanzipierten Welt halten. Wir agieren gegen Sexismus, Homophobie, Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus sowie das kapitalistische System, das jene „Ismen“ täglich reproduziert.

Wir möchten dabei letztendlich den Weg über die bürgerlichen Verhältnisse hinaus in eine emanzipatorische Zukunft schreiten und nicht zurück in eine Barbarei verfallen, wie es sich die Nazis vorstellen.